
Nieves de la Fuente // TEAR OUT THE FLOWERS
Tear Out The Flowers setzt sich subversiv mit den Diskursen der extremen Rechten in Bezug auf Migrationsbewegungen und Grenzüberschreitungen auseinander. Deren Rhetorik zeichnet sich durch eine spezifische Terminologie aus, die von populistischen, skandalisierenden oder superlativischen Begriffen durchzogen ist und als einer der Gründe für ihren Erfolg gilt.
Häufige Formulierungen, wie sie etwa von der Alternative für Deutschland oder ICE verwendet werden, sowie die Thesen von Renaud Camus, „Denker“ des Grand Replacement aus Frankreich, beinhalten im Kontext von Migration auffällig oft Kombinationen mit dem Wort „Problem“: „Problempersonen“, „Problemgruppen“, „Problemmigranten“. Ebenso taucht der Begriff „Alien“ auf, womit den gemeinten Individuen jede mögliche Zugehörigkeit entzogen und sie entfremdet werden.
Das Projekt überträgt diese Diskurse in den Bereich des Ökofaschismus und die Ausnutzung der ökologischen Krise für eigene Propaganda – etwa im Namen des Erhalts der heimischen „Landschaft“ als Metapher für ein Nationalbild oder in der Verbreitung eines mystifizierten, rückwärtsgewandten Naturbildes: „Blood and Soil“.
Indem diese Ideen der extremen Rechten wörtlich aufgegriffen werden – Ideen, die darauf abzielen, Angst vor einer vermeintlichen Ersetzung oder dem Verlust des Endemischen, des Eigenen, zugunsten von etwas Fremdem zu erzeugen –, verwendet „Alienpflanzen“ den Begriff „Alien“ bewusst und stellt eine Verbindung zu Filmen der 1970er und 1980er Jahre her, wie “Invasion of the Body Snatchers” oder “The Thing”.
Die Installation schlägt eine Reihe von Skulpturen vor, die ursprünglich dekorative Pflanzen waren: nicht-endemische, importierte Arten, die längst Teil des Heimdekos sind. Diese werden hier zu „alien plants“ verschoben.
Die metallische Struktur – ein Gartenhaus, das sich als polyvalente Form zwischen Quarantänezentrum und Gartenhaus bewegt – ist zugleich ein Verweis auf die Gartenhäuser der Schrebergärten in Deutschland, mit ihren strikten Regeln zur Verwaltung dieses urbanen, privaten Raums.
https://www.nievesdelafuente.com

Performance von Duoni feat. Jin // FEINER UNTERSCHIED
Stimmen, Körper, Widerstand: In einer düsteren Klangcollage aus politischen Reden, medialem Found Material und Aufnahmen von Demonstrationen gegen §218 verdichtet sich die fortbestehende Gewalt gegen Frauen* zu einer intensiven körperlichen Performance.
https://www.instagram.com/liuduoni

Return of the KNIGHTS OF TYME
Ein improvisiertes Ambient-/Electronic-Live-Set zwischen Zeitreise, Ritual und Maschinenraum. Flirrende Texturen, langsame Transformationen, synthetische Schatten und ein Sound, der den neuen Flow nicht nur bespielt, sondern einweiht.